Aus Geschichte und Wirtschaft

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    Die in ihrem räumlichen Zuschnitt 1970 durch Gesetz neu gebildete Verbandsgemeinde Asbach ist die größte im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz).

    Auf rund 108 qkm Fläche wohnen über 22.000 Einwohner/innen in 128 verstreut liegenden Orten, die nach freiwilligen Zusammenschlüssen in vier Ortsgemeinden zusammengefasst sind.

    Geschichtlich geht ein gemeinsamer Verwaltungssitz für ein noch größeres Gebiet bis ins 12. Jahrhundert zurück, als von  der Burg Altenwied aus das damalige Amt Altenwied die Pfarreien Asbach, Neustadt, Windhagen, Linz und Waldbreitbach umfasste.

    Schon zu dieser Zeit entwickelten sich aus kleinen Grundherrschaften die Mehrortsgemeinden Asbach, Neustadt und Windhagen. Sie hießen Honschaften (Asbach mit Elsaff, Limbach, Schöneberg, Krautscheid und Griesenbach; Neustadt mit Bertenau, Bühlingen, Lorscheid und Rahms; Windhagen und Rederscheid).

    Jede Honschaft hatte ihr eigenes Gericht; später war ein einziges Gericht mit sieben Schöffen für den ganzen Bereich des Amtes zuständig.

    Viehhaltung und Weidewirtschaft -mit verschiedenem Grundhalmfrucht- und Kartoffelanbau prägten den rein bäuerlich orientierten Bereich, auf den auch das Handwerk ausgerichtet war. Obwohl es beim Handwerk keinen Zunftzwang gab, waren die Mahlgäste der vielen Mühlen an diese gebannt.

    Durch die Grenzlage zum Engers- und Auelgau blieben Asbach und Windhagen stets bei der Kölner und Neustadt bei der Trierer Diözese. Wechselhaft war die "landesherrliche" Zugehörigkeit, bis der Bereich 1816 zu Preußen kam.

    Die Verbandsgemeinde Asbach in ihrer jetzigen Ausdehnung entstand 1970 im Rahmen der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform aus dem Amt Asbach und Teilen des Amtes Neustadt (Wied). Sie ist von der Fläche und Einwohnerzahl die größte im Landkreis Neuwied.

    In den früheren Jahrhunderten war die Verbandsgemeinde Asbach stark landwirtschaftlich orientiert. Auch das Kleinhandwerk war darauf ausgerichtet. In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts verbesserten der Erz- und der Basaltabbau sowie die Eisenbahnlinien Bröltal und Linz-Altenkirchen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Der Fremdenverkehr konnte sich entwickeln.
    Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges siedelten sich die ersten größeren Industrieunternehmen an. In den  folgenden Jahren wählten immer mehr Betriebe die Verbandsgemeinde Asbach als ihren Standort.

     

     

    Heute ist die Verbandsgemeinde ein wichtiger, zentraler Standort für Gewerbe, Handel und Industrie im nördlichen Rheinland-Pfalz. Weltweit tätige kleine und mittelständische Unternehmen haben hier ihren Sitz. Rund 8.000 Arbeitsplätze stehen zur Verfügung.

    Durch die Anbindung an die Autobahn A 3 Köln-Frankfurt mit zwei Anschlussstellen, die Bundesstraße B 8 und die ICE-Strecke Köln-Frankfurt besteht eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur. Die ICE-Bahnhöfe in Siegburg und Montabaur und der Flughafen Köln/Bonn sind in rund 30 Minuten zu erreichen.

    Die schulischen Möglichkeiten sind optimal. Alle Grundschulen bieten die Betreuung außerhalb der Schulzeit. Zum Teil ergänzt dies das bestehende Angebot der Ganztagsschule. Weiterführende Schulen gibt es in Asbach in Form der Realschule plus mit Fachoberschule und der Förderschule (beide mit Ganztagsschule) sowie in Neustadt (Wied) mit Realschule plus und Gymnasium.
    Während der Ferien ermöglicht die Verbandsgemeinde Asbach eine Betreuung für Grundschulkinder. Insgesamt zehn Kindertagesstätten stehen für die Jüngsten bereit. Vielfältig sind die Jugend- und Freizeitangebote.

    Die medizinische Grundversorgung wird mit der DRK Kamillus-Klinik, einem modernen Krankenhaus mit einer internistischen und neurologischen Abteilung, zahlreichen Ärzten, Zahnärzten, Fachärzten und Apotheken gesichert.  Für alters- und behindertengerechtes Wohnen gibt es in der Verbandsgemeinde Asbach ein breites Angebotsspektrum.
    Das Feuerwehr- und Rettungswesen befindet sich auf modernem Stand.

    Zahlreiche Bürgerhäuser, mehrere Kultur- und Festhallen, Vereine, die Museen und Büchereien halten ein breitgefächertes kulturelles Programm vor. Auch ein modernes Kino (5 Säle) ist vorhanden.

    Den Sporttreibenden stehen neben kommerziellen Einrichtungen acht Sporthallen, sechs Sportplätze (Kunstrasen), Tennis-, Reit- und Schießsportanlagen, Bowling- und Kegelbahnen, Eislaufcenter, Kart-Bahnen sowie ein Golfplatz zur Verfügung. Zahlreiche Radwege laden ein, die Landschaft zu erkunden.

    Das weitläufige Wanderwegenetz erschließt stille Täler, weite Wälder und die sonstigen Naturschönheiten. Durch die Verbandsgemeinde führt der neue Premiumwanderweg „Westerwaldsteig“. Der „Rheinsteig“ verläuft in der Nähe. Ein Kleinod ist das Kloster Ehrenstein an der Mündung des Mehrbaches in die Wied.

    Die hervorragenden und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten haben überregionale Bedeutung.

     

     


    In der Verbandsgemeinde Asbach besteht ein vielseitiges Angebot an privaten und öffentlichen Einrichtungen und gut ausgestatteten Wohnbereichen.