Neues aus der Verbandsgemeinde

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    Städtepartnerschaft mit der John-Deere-Stadt Moline in lllinois, USA

    Die Idee einer Städtepartnerschaft mit Moline gründet auf der Absicht „Vertrauen in die neuen Strukturen zu schaffen und die Mitarbeiter und politisch Verantwortlichen näher aneinander heranzuführen“, so beschreibt Michael Christ, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, sein Vorhaben. Auslöser hierzu ist die Übernahme der Wirtgen-Group durch den Weltkonzern John Deere aus Illinois im Jahr 2017 und die Gespräche mit dem Wirtgen-Geschäftsführer Domenic Ruccolo.

    Der Beschluss des VG-Rates zur Kontaktaufnahme mit Stephanie Acri, Bürgermeisterin der circa 270 Kilometer westlich von Chicago am Mississippi gelegenen Stadt Moline wurde schnell umgesetzt, sodaß sich Anfang Juli 2019 ein spontaner Besuch aus Amerika ankündigte. Das 3-tägige Programm für „Mrs. Mayor Acri“ zielte auf das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch erster Ideen für eine zukünftige Partnerschaft ab. Hierzu gehörte auch eine Werksbesichtigung der Wirtgen GmbH, die mit der Strukturierung Ihrer Arbeitsprozesse große Begeisterung bei der amerikanischen Bürgermeisterin auslöste.

    Domenic Ruccolo (Mitte) übergibt Michael Christ und Stephanie Acri eine Urkunde zur Unterstreichung der zukünftigen Städtepartnerschaft.

     

    Moline ist die neuntgrößte Stadt in Illinois außerhalb der Metropolregion Chicago mit schätzungsweise 43.483 Einwohnern. Zusammen mit den benachbarten Städten Rock Island sowie Davenport und Bettendorf ist sie Teil der sogenannten Quad Cities. Moline ist Heimat des John-Deere-Konzerns, seit der Hufschmied und Firmengründer John Deere den Firmensitz 1848 dorthin verlegte. Der Konzern ist Hauptarbeitgeber in der Region.

     

    Dr. Thomas Stumpf, Jürgen Schmied, Dr. Roland Kohler, Alexander Buda, Mayor Stephanie Acri, Hermann Bernardy, Michael Christ, Konrad Peuling und Alfons Ewens bei der Eintragung ins "Goldene Buch" der Verbandsgemeinde (v.l.n.r.).

     

    Wichtige erste Themen im Erfahrungsaustausch sind in den Bereichen Schulen, Feuerwehrarbeit und Verwaltung zu nennen. Weit oben auf der „To-do-Liste“ steht u.a. Schulpartnerschaften zu initiieren. Das Wiedtal­Gymnasium in Neustadt hat signalisiert, dass man sich über einen transatlantischen Schüleraustausch freuen würde. In diesem Kontext wird auch Kontakt mit den Realschulen plus der VG aufgenommen. Da die Schulsysteme sehr unterschiedlich sind sollen sich die Schulen direkt miteinander in Verbindung setzen. Ob Auslandssemester oder nur 14-tägiger Austausch kann auf „Fachebene“ im Detail ausgearbeitet werden.

    Darüber hinaus wird die Vernetzung der Feuerwehren durch den direkten Austausch der Verantwortlichen angestrebt. Die amerikanische Feuerwehr besteht ausschließlich aus hauptberuflich tätigen Mitarbeitern. Die Frauenquote ist genauso niedrig wie in Deutschland. Begeistert war Stephanie Acri über die Idee der VG mit dem „Tag der offenen Tür“ gezielt für Frauen in der Feuerwehr zu werben.

    Es gibt aber auch ganz einfache Dinge, die beim Zusammentreffen für neuen Gesprächsstoff sorgten. „Speedbreaker! Good idea!“ so Bürgermeisterin Acri und meint die verkehrsberuhigte Maßnahme in Form einer Bremsschwelle. So kamen städtebauliche Maßnahmen und Verwaltungsthemen, wie auch die „Bürgerfragestunde“ auf den Tisch. Typische Produkte der Region fanden großes Interesse.

    Die zukünftige Städtepartnerschaft der Verbandsgemeinde Asbach mit Moline ist für Beide die Erste in der Geschichte. So unterschiedlich sich diese Partnerschaften auch gestalten, und so verschieden die Motivation jeweils ist, sie einzugehen, eines ist ihnen allen gemein: Sie stehen für den gelebten Willen zur Völkerverständigung. Das gegenseitige Kennenlernen sowie das Verständnis für andere Kulturen sind primäre Zielsetzungen und können auf kommunaler Ebene einen wertvollen Beitrag leisten.

    „Aber auch die Bürger müssen diese Partnerschaften mit Leben erfüllen“, so Michael Christ. Neben den offiziellen Zusammentreffen der Repräsentantinnen und Repräsentanten, dem kommunalen Fachaustausch sowie gemeinsamen Projekten auf der Arbeitsebene, soll die aktive Städtepartnerschaft auch von der direkten Bürgerbegegnung leben. „Austauschprojekte in den verschiedensten Bereichen sind das Ziel für die Zukunft. Wir freuen uns über Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung.“

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