Neues aus der Verbandsgemeinde

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    Die Gemeindeschwestern - ein weiterer Baustein im „Asbacher Modell“

     

    Der Beschluss des Verbandsgemeinderats in der Ratssitzung vom 21.02.2019 zur Unterstützung / Erweiterung der ärztlichen Versorgung durch die „Gemeindeschwester“ ist ein wichtiger Schritt in eine gute Zukunft mit mehr Lebensqualität für die immer älter werdenden Bevölkerung in unserer Verbandsgemeinde. Denn auch bei uns wächst der Anteil der älteren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber der Gesamteinwohnerzahl. Mittlerweile beträgt der Anteil der Menschen von 65 und älter gut 20% bei stetigem Wachstum. 

    Diese Entwicklung hat Auswirkung auf unsere ambulante und stationäre ärztliche Versorgung: gerade die ältere Generation bedarf einer verstärkten medizini-schen und pflegerischen Betreuung. Diese ist nicht nur auf die zunehmende „Al-tersgebrechlichkeit“ zurückzuführen, sondern sie hängt auch damit zusammen, dass viele der älteren Generation alleine leben. Denn: Einsamkeit macht krank (z.B. Altersdepression). 

    Daher brauche es Strukturen, die entlastende und präventive Wirkung entfalten - eine Anforderung, der die Gemeindeschwester gerecht werden kann. Nachdem durch das „Asbacher Modell“ bereits die Sicherung der ärztlichen Versorgung durch die Ansiedlung von gleich viereinhalb „neuen“ Ärzten erreicht wurde, konnte hier nocheinmal ein zusätzlicher Baustein gesetzt werden.

    Vor dem Beschluss hatte der Windhagener Hausarzt und Geriatriespezialist Lothar Scholl seine Bereitschaft bekräftigt, Gemeindeschwestern im Rahmen eines Pilotprojekts einzustellen sowie das Projekt zu begleiten und wissenschaftlich auszuwerten. Er berichtete von Schwierigkeiten jenseits akuter medizinischer Probleme, bei denen eine Gemeindeschwester helfen könne. Hier geht es auch um die Lösung alltäglicher Probleme und den einfachen Dialog. Es gebe eine ganze Menge älterer Krankenschwestern und -pfleger, die mit ihrer langjährigen Erfahrung für eine solche Tätigkeit infrage kämen.

    Die Verwaltung wurde von allen Fraktionen einstimmig beauftragt, Kontakt zu Kreis, Landessozialministerium und dem Gemeinsamen Bundesausschuss aufzunehmen und die Möglichkeiten für den Einsatz von zunächst zwei Gemeindeschwestern in der VG auszuloten. Das Projekt soll in Kooperation mit Herrn Lothar Scholl aus Windhagen umgesetzt werden. Ebenso soll ein erfahrenes externes Büro mit der Erarbeitung eines Förderantrags beim Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt werden, der über ein eigenes Budget für die Unterstützung von Pilotprojekten verfügt. Bei entsprechender Fördersumme kann sich Bürgermeister Michael Christ die Schaffung von vier Vollzeitstellen für Gemeindeschwestern vorstellen, die das ganze Gemeindegebiet abdecken und Ärzte von Routinetätigkeiten entlasten könnten.

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